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PFLANZUNG DES 91. TREE OF MEMORY - EINE AUFGABE, EIN GESCHENK, EINE BEREICHERUNG

  • vor 5 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Text v. Iris


Soeben kam ich von der Baumpflanzung am Samstag, 04.07.26 in Waldbröl zurück. Diese Pflanzung hatte mich im Vorfeld bereits beschäftigt. Mit Respekt und nachdenklich herangehen lassen. Ein Baum für eine AGUS Gruppe. Für mehr als zehn junge Leben, die viel zu früh endeten. Für deren Eltern, die allesamt den Rest ihres eigenen Lebens ihr Kind vermissen werden. Manche tragen dieses Schicksal schon mehrere Jahre, manche gerade erst ein paar Monate.

Gedanken gingen mir durch den Kopf, wie ich solch eine große Gruppe, so unterschiedliche Zeitrechnungen im Vermissen auch alle innerlich erreichen können würde. Ob sich tatsächlich jeder irgendwo in der Rede wiederfinden könnte. Ob die Baumpflanzung ihnen allen das gibt, was sie bewirken soll.

Könnte ich ausreichend hinspüren? An all die Kinder, an die Hinterbliebenen? Könnte ich all das greifen, was sie empfanden?

Durch die längere Autofahrt dorthin war es mir möglich, die Fragen hintenan zu stellen. Und einfach ich sein, auf mein Inneres und mein Bauchgefühl hörend bei den ersten Begegnungen mit den Eltern.

Und dann war es soweit. Der 91. TREE of MEMORY wurde gepflanzt. An einem Ort voller Leben, voller Energie und gleichzeitig der Ruhe. Im Baumwipfelpfad Panarbora hat die Zitterpappel ihren wunderschönen Platz gefunden.

Ich bin dankbar, dass wir die Aufgabe der Pflanzung übernehmen durften. Dankbar für die Begegnungen. Dankbar für die Gespräche. Und dankbar, dass ich Einblick erhalten durfte in die Leben und die Wesenzüge dieser wunderbaren, einzigartigen jungen Menschen, die ihr Leben trotz all ihrer Gabe, ihres Kampfes nicht mehr tragen konnten. Es war mir eine Ehre und ein Geschenk zugleich .


Geraldine, mit der wir im Vorfeld während der Organisation im regen Austausch standen, hat uns eingeladen, ihre Gedanken zur zurückliegenden Baumpflanzung mit Euch zu teilen:


"Ein lebendiges Denkmal der Liebe: Die 91.

Baumpflanzung in Panarbora

Es war ein Moment voller tiefer Emotionen, Trost und Verbundenheit: Im Naturerlebnispark

Panarbora fand die 91. Baumpflanzung statt – eine berührende Baumzeremonie, feierlich

begleitet von Iris von Trees of Memory e.V. Memory und getragen von der AGUS Online - Angehörige um Suizid - Die Schicksalsgemeinschaft  Elterngruppe Lohmar.

Unser gemeinsamer Baum, die Zitterpappel, wurde tief in die Erde gebettet. Als Pionierbaum

und offizieller Baum des Jahres 2026 steht sie wie kaum eine andere für Erneuerung, rasche

Regeneration und unbändige Widerstandskraft. Doch es ist vor allem ihre spirituelle Symbolik,

die sie zu einem so kraftvollen Wegbegleiter für uns macht:

● Sensibilität & feine Schwingungen: Das charakteristische Zittern ihrer Blätter bei der

geringsten Brise spiegelt unsere eigene hohe Empathie wider. Sie symbolisiert die

Fähigkeit, unausgesprochene Energien und die feinsten emotionalen Schwingungen

unserer Trauer wahrzunehmen.

● Mut trotz Angst: Das sprichwörtliche „Zittern wie Espenlaub“ ist hier keine Schwäche.

Spirituell gedeutet steht es für das bewusste, tapfere Aushalten der Angst – und für den

tiefen Mut, sich den schwersten Herausforderungen des Lebens zu stellen.

● Brücke zur Anderswelt: In alten Mythologien gilt die Pappel als Mittlerin zwischen den

Welten. Sie spendet sanften Trost in dunklen Stunden und hält die Verbindung zu

unseren Ahnen, der geistigen Welt und unseren geliebten Kindern spürbar lebendig.

Ein Symbol unserer Wurzeln und unseres Wachstums Dieser Baum zeigt auf unendlich

berührende Weise, wie tief wir mit unseren wunderbaren Kindern verwurzelt sind – jenen

Kindern, die nicht weiter an unserer Seite am Leben teilnehmen durften. Er zeigt, wie tief und

unermesslich unser Schmerz reicht. Doch die Zitterpappel erinnert uns auch an unsere eigene

Kraft: Sie zeigt uns, wie wir mit und an unserer Trauer wachsen können, um schließlich über

den unerträglichen Verlust hinauszuwachsen – dem Licht entgegen.

Ein von Herzen kommendes Danke gilt der lieben Iris von Trees of Memory für ihre einfühlsame

Begleitung sowie Patrick Waldhüter vom Naturerlebnispark @Panarbora  für die Unterstützung

dieses bleibenden Ortes der Erinnerung."


Danke für diese wunderbaren Worte, liebe Geraldine


 
 
 

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